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Wanderung: Ag. Georgios > Afionas > Porto Timoni


Auch unsere zweite Wanderung beginnt mit einem Spaziergang am Strand, diesmal aber in Richtung Norden. Wir folgen am Ende des Strandes der asphaltierten Strasse nach Afionas. Dieser Weg führt uns sanfte Hügel hinauf durch Olivenhaine und kleine Wälder, vorbei an korfiotischen Bauernhöfen und kleinen Bächen.

Nach nicht all zu langer Zeit erreichen wir Afionas, einen Küstenort mit viel ländlicher Atmosphäre, der auf steilen Klippen liegt. Die erste Besiedlung dieser Gegend reicht bis etwa ins 6.Jh. vor Christus zurück. Auf Grund tektonischer und klimatischer Veränderungen war diese Gegend jedoch für einige Jahrhunderte verlassen, ehe sie im 6. Jh. nach Christus wieder besiedelt wurde.

Auf dem Weg durch den Ort erhalten Sie immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Meer und die vorgelagerten kleinen Felseninseln Kravia, Sikia und Gineka.

Auch die diapontischen Inseln Erikussa, Mathraki, Othoni, Diaplo und Diakoto scheinen nur einen Katzensprung entfernt zu sein. Im Sommer fährt fast täglich von Korfu – Stadt aus eine Fähre zu diesen kleinen Eilanden. In zahlreichen kleinen Restaurants, Bars und Cafes können sie den Blick auf diese wunderschöne Landschaft genießen.

Afionas hat neben seinem ruhigen, fast ländlichen Charme noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten: Sunset und Porto Timoni.

Afionas liegt genau auf der Spitze einer hohen klippenartigen Landzunge, so dass man über die gesamte Bucht von Agios Georgios im Süden und auf den Küstenort Arillas, sowie das weite Ionische Meer im Norden schauen kann.

In der Nähe der Taverne „Dionysos“ windet sich ein schmaler Pfad den Berg hinab. Festes Schuhwerk und eventuell lange Hosen wären angebracht, da es kleinere Felsverschiebungen, Stufen und einige Dornbüsche zu überwinden gilt. Aber diese kleine Mühe wird nach etwa 20 bis 30 Minuten belohnt. Denn am Ende des Pfades erwartet Sie eine romantische Zwillingsbucht mit dem Naturhafen Porto Timoni.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass hier einst eine Festung stand, die der König Pyrrhus als Herrscher über Epirus im 3. Jh. vor Christus erbauen ließ. Bei der Wanderung selbst lässt sich nicht mehr viel davon erkennen, aber wenn man am Strand von Agios Georgios steht und nach Afionas schaut, hat man den Eindruck, in den Felsen noch Mauerreste erkennen zu können.

Porto Timoni, der Naturhafen in der inneren Bucht, bot einst Seeleuten, sowie Piraten Schutz in zweifacher Hinsicht. Zum einen suchten sie hier Zuflucht vor Stürmen, da die Schiffe innerhalb der Bucht sicher in seichten Gewässern lagen, und zum anderen konnten die hier vor Anker liegenden Schiffe vom offenen Meer aus nicht gesehen werden, weil die vorgelagerten kleinen Felseninseln Kravia, Sikia und Gineka vorbeifahrenden Schiffen die Sicht auf das Innere der Bucht versperrten.

Weiter nördlich der Bucht wurden einige Überreste einer neolithische Siedlung entdeckt, die auf die Zeit um etwa 3000 vor Christus datiert werden kann. Dort wurde von Archäologen eine antike griechische Säule gefunden, welche später auf einem kleinen Platz vor der „Dionysos“ Taverne stand, bevor sie jedoch im 2. Weltkrieg von einer deutschen Streubombe zerstört wurde.

Wenn Sie den Strand der Zwillingsbucht in nördliche Richtung verlassen, gelangen Sie auf einen weiteren kleinen Pfad, der die nächsten Hügel hinaufführt. Folgen Sie diesem, dann erreichen Sie nach einem kurzen Fußmarsch ein kleines in Stein gehauenes Gebäude, welches sich bei genauerer Betrachtung als winzige Kapelle entpuppt. Diese wurde um eine Art Höhle herumgebaut.

Die Legende besagt, dass auf diesem Berg einst eine Abbildung / Ikone vom Heiligen Stilianos gefunden und nach Afionas gebracht wurde, wo man dann das Bildnis auf dem Platz neben der Kirche zu Ehren des Heiligen Yannis aufstellte. Einige Tage später soll das Bildnis verschwunden sein, bevor man es an seinem ersten Fundort erneut wieder fand. Aus diesem Grund baute man dem Heiligen zu Ehren diese kleine Kapelle.

Nachdem wir den Rückweg angetreten haben, kehren wir wieder zur Kirche in der Ortsmitte zurück, um durch die engen Gassen zur höchsten Erhebung des Dorfes zu laufen, auf der uns die zweite Sehenswürdigkeit von Afionas erwartet. Wie die Zwillingsbucht ist auch diese kein Gebäude, sondern ein (weiterer) wunderschöner Ort namens Sunset.

Nicht nur dem Namen nach verspricht dieser Aussichtspunkt traumhafte Sonnenuntergänge, sondern auch in der Realität. Dort angekommen, blicken Sie in südlicher Richtung über die gesamte Bucht von Agios Georgios bis zu den Klippen von Angelokastro und im Norden werden Sie den nächstgelegen Küstenort Arillas sehen, sowie die Diapontischen Inseln.

Aber passen Sie auf, dass Sie sich nicht im Anblick des bezaubernden Sonnenunterganges und in den Weiten des Ionischen Meeres verlieren.