Kostenlos telefonisch buchen
+49 (0)30 2837 9484

Wanderung: Ag. Georgios > Makrades > Vistonas


Wir starten diesen Ausflug mit einem kleinen Strandspaziergang in Richtung Süden. Dort folgen wir einem Wanderweg durch zahlreiche Olivenhaine, hier wird Ihnen auffallen, dass Korfu zu recht als grünste Insel Griechenlands gilt. Weit über 3 Millionen knorrige, uralt anmutende Olivenbäume sind auf der Insel beheimatet und tragen ihren Teil zu Korfus charmantem Flair bei.

Während der Tour werden uns diese Bäume ein ständiger und angenehmer Begleiter sein, denn ihre in der Sonne grün-silbern glänzenden Blätter sind ideale Schattenspender.

Zwischen den Olivenhainen kehrt der Weg immer wieder zum Meer und zur steiler werdenden Küste zurück, ehe sich unsere Wege die Hänge und Berge hinauf winden. So werden Sie zum Beispiel kleine abgelegen Strände entdecken, die vor allem durch kristall klares und türkis blaues Wasser bestechen. Selbst im Hochsommer verirren sich nur selten Touristen hier her. Nutzen Sie noch einmal die Gelegenheit, Ihre Füße in das wohltuend kühle Nass zu tauchen, denn es wird für diese Wanderung Ihre letzte sein.

Nach nicht all zu langer Zeit erreichen wir „Fisherman’s Cabin“. Dieses traditionelle familiengeführte Restaurant liegt an einem sehr kleinen Kiesstrand, versteckt zwischen den Olivenhainen. Frischer Fisch ist die Spezialität in der „Fischerhütte“. Auf Wunsch können sich hier die ersten Müden und Durstigen ausruhen, bevor es weitergeht.

Die Wanderwege winden sich von nun an sanft die Küstenberge hinauf. Wir folgen jetzt dem Weg alter römischer Handelswege, die weit bis ins letzte Jahrhundert hinein mitunter die einzige Verbindung zwischen einigen Dörfern waren. Asphaltierte Straßen wurden erst in den späten 70er und frühen 80er Jahren angelegt. Alle paar Meter öffnen sich die dichten Olivenhaine, um immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Küste, den Strand und die Bucht von Agios Georgios frei zu geben. Genießen diese einmaligen Momente und behalten Sie sie in bleibender Erinnerung.

Den Höhepunkt dieser kleinen Bergbesteigung bildet sicherlich das Erreichen einer Felskluft, die liebevoll „Das Tor“ genannt wird. Auch hier bietet sich Ihnen wieder ein atemberaubender Panaromablick über die Bucht von Agios Georgios nach Afionas über die kleinen Felseninseln Kravia, Sikia und Gineka bis hin zu den Korfu vorgelagerten diapontischen Inseln Erikussa, Mathraki, Othoni, Diaplo und Diakoto.

Nachdem wir „Das Tor“ passiert haben, erreichen wir bald Makrades, ein für griechische Verhältnisse großes Bergdorf, das sehr schön anzuschauen ist. Auf unserem Spaziergang durch das Dorf werden Sie vielleicht Gelegenheit haben, Einheimischen bei der traditionellen Weinherstellung zuzuschauen. Ihnen wird auch Auffallen, dass Makrades ein Dorf ist, in dem noch recht viele alte Gebäude erhalten sind.

Stillen Sie ihren Appetit mit einer Kleinigkeit aus dem winzigen Supermarkt des Dorfes, der gleichzeitig Post und Treffpunkt zum Dorfklatsch ist. Hier gibt es leckere Backwaren und frischen Fisch zugleich.

Eines ist zu Makrades noch zu sagen: Es gibt wahrscheinlich keinen weiteren Ort auf Korfu, in dem sich die meisten Einwohner auf das Verkaufen von inseltypischen Kräutern, Landweinen und Olivenöl spezialisiert haben. Doch die meisten Angebote sind überteuert.

Unser Weg führt uns weiter aus Makrades heraus in Richtung Vistonas, einem kleinem Bergdorf, romantisch eingebettet in Olivenhainen. Wir biegen jedoch vorher in Richtung Pagi ab, um Herrn und Frau Korikis einen kleinen Besuch abzustatten. Beide betreiben einen kleinen Verkaufsstand „To Chelidoni“ [„die Schwalbe“] in mitten ihrer Weingärten. Die beiden, die etwas Deutsch sprechen, sind so nett, dass sie sogar einen Eintrag in den Marco Polo Reiseführer Korfu gefunden haben. Das Ehepaar Korikis bietet neben Mandeln, Honig (z.Bsp. aus Thymian), Olivenöl, sowie inseltypischen Kräutern auch selbst hergestellte Weine an. Probieren Sie doch einfach den roten halbtrocknen und den fruchtig-trocken weißen Landwein. Beide werden Ihnen sicherlich ausgezeichnet schmecken.

Nachdem wir die beiden verlassen haben, nähern wir uns immer mehr dem Höhepunkt unserer Wanderung. Die Straße windet sich noch einmal kurz durch einen kleinen Olivenhain, bevor dieser einen ATEMBERAUBENDEN Ausblick über die Bucht von Agios Georgios und die vorgelagerten Inseln frei gibt. Lassen Sie Ihren Blick ruhig bis zu den Gestaden und den Küstengebirgen Albaniens schweifen!

Wenn Sie sich von dieser Aussicht losreißen können, werden wir uns dann langsam an den „Abstieg“ wagen. Unser Rückweg führt uns über das Bergdörfchen Pagi, dessen Name „Fels“ bedeutet und nach der landschaftlichen Umgebung so benannt wurde, hinunter nach Agios Georgios.

Pagi liegt mehr als 2 km vom Meer entfernt. Das beruht auf der Tatsache, dass Siedlungen, die nicht direkt am Meer lagen, nicht so leicht von fremden Seefahrern und Piraten geplündert werden konnten.

Unser Ziel, Agios Georgios, werden wir nach etwa 1,5 km auf einer serpentinenartigen Straße durch Wälder und Olivenhaine erreichen.