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Korfu Stadt - Alte und Neue Festung

Für jeden Korfu-Touristen wird ein Besuch der Hauptstadt - und gleichzeitig einzigen Metropole der Insel – wahrscheinlich den kulturellen Höhepunkt der Urlaubsreise darstellen.

Kerkira bietet für jeden etwas: Shoppingmeilen, Straßenmärkte, historisches Altstadtensemble, Paläste, Kirchen, Burgen, Häfen und zahllose Straßencafes, sowie einen internationalen Flair.

Einmal täglich fährt Sie ein Bus von Agios Georgios aus nach Kerkira (Korfu Stadt) oder wenn Sie doch lieber unabhängiger Reisen möchten, dann mieten Sie sich doch ganz einfach ein Auto und erkunden die Insel und ihre Hauptstadt auf eigene Faust.

Während einer Stadtrundfahrt oder Ihres Stadtspazierganges wird Ihnen auffallen, dass Kerkiras Architektur nicht der von anderen griechischen Städten entspricht, denn Korfu ist nie von den Türken unterworfen worden. Mehr als 400 Jahre herrschten hier die Venezianer und noch einmal 50 Jahre die Briten.

Vor allem die Esplanade, der Hauptplatz der Stadt vor der alten Festung, erinnert mehr an Italien als an Griechenland. Das venezianische Militär ließ im 17. Jh. eigens dafür Häuser abreißen, um im Falle einer drohenden Belagerung ein freies Schussfeld zu haben. Heute reiht sich hier ein Cafe an das nächste. Ideal als Ausgangspunkt für Stadtbummel, Shoppintour und Entdeckungsreise oder entspannen Sie hier bei Frappe, Backgammon und dem Beobachten der Einheimischen und Touristen.

Etwas weiter geradeaus von den Cafehäusern entfernt, am Rand der Esplanade, erwartet Sie gleich die erste Sehenswürdigkeit:

Alte Festung

Byzantiner und Venezianer bauten auf zwei Hügeln im Osten der Altstadt diese Festung. Bis ins 16. Jh. beherbergte sie die Stadt Korfu, ehe diese zu wachsen begann. Geschützt wurde die alte Festung durch einen Wassergraben, den Contrafossa, der der Landseite zugewandt ist. Hier liegen häufig kleine Fischerboote vor Anker.

Im Inneren der Festungsanlage liegt die, von den Engländern erbaute, Georgskirche mit ihrer, einem dorischen Tempel nachempfundenen, beeindruckenden Fassade. Vom vorderen Hügel hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Stadt.

Um in die Festung zu gelangen, müssen Sie die Brücke über den Wassergraben benutzen. Hier in der Nähe steht das barocke Denkmal für den Grafen Johann Matthias von der Schulenburg. 1716 verteidigte er als Berufssoldat im Dienste Venedigs die Insel vor den Türken und wurde dafür bereits zu seinen Lebzeiten mit einem Denkmal geehrt.

Alter Palast

Das wahrscheinlich größte Gebäude der Stadt liegt am nördlichen Rand der Esplanade. Der Alte Palast wurde zwischen 1819 und 1823 von den Engländern erbaut. Das klassizistische Gebäude aus maltesischem Sandstein war einst Sitz der Lord High Commissioner der Ionischen Inseln.

Die prachtvoll ausgestatteten Räume beherbergen heute das Museum für Asiatische Kunst. Die ausgestellten Kunstgegenstände stammen vorwiegend aus China, Japan, Indien, Korea, Tibet, Birma und Thailand.

Ebenfalls dort untergebracht ist die Städtische Pinakothek. In einem Seitenflügel des Alten Palastes sind überwiegend Werke korfiutischer Maler aus dem 19. und 20. Jh. ausgestellt.

Faliraki (Agios Nikolas Gate)

Auf einer kleinen Landzunge direkt unterhalb des Alten Palastes steht dieser Bau aus dem 19. Jh. Er diente damals als Terminal für ein- und auszuschiffende Fahrgäste der Dampf- und Segelschiffe. Seinen Namen erhielt das Bauwerk von der kleinen Nikolaus-Kapelle, die direkt angeschlossen ist. Heute kann man hier in einem Restaurant direkt am Wasser speisen und sich ausruhen.

Kirche Agios Spiridonas (Heiliger Spyridon)

Mitten in der Altstadt von Kerkira, umgeben von vielen kleinen Gassen und Einkaufsstrassen, liegt die Kirche des Schutzheiligen der Insel. Die Gebeine des heiligen Spiridon liegen in einem mit Silber verkleideten Ebenholzsarkophag. Die sterblichen Überreste des zypriotischen Märtyrers aus dem 3.Jh. sollen in den folgen Jahrhunderten zahlreiche Wunder bewirkt haben. Täglich um 18.00 Uhr wird eine Klappe im Sarkophag geöffnet, durch die die Gläubigen die Füße des mumifizierten Heiligen sehen können. Viele Einwohner Korfus benennen ihre Söhne nach dem Inselschutzheiligen, um sie unter die besondere Obhut des Märtyrers zu stellen. So ist es nicht verwunderlich, dass jeder vierte männliche Korfiute Spiros heißt. Das ist nämlich die Kurzform von Spiridon.

Neue Festung

Zwischen dem alten und neuen Hafen liegt auf einem Hügel die neue Festung. Sie ist etwas jünger als ihr Pendant an der Esplanade, stammt aus dem 16. Jh. und wurde ebenfalls von den Venezianern erbaut. Innerhalb der Burganlage bestechen lange, dunkle Gänge das Ensemble. Beherbergt wird dort im Innern ebenfalls eine Ausstellung zur geschichtlichen Entwicklung korfiutischer Keramik ausgehend von der Antike bis in die Gegenwart.

Das Hafentor der Festung ist vor allem sehr sehenswert durch die große Reliefabbildung eines Markuslöwen.

Kanoni, Kloster Vlacherna und Pontikonissi

Im Süden der Stadt, auf der Halbinsel Analipsis, liegen wohl die drei bekanntesten Wahrzeichen von Kerkira.

Eine aus der Zeit der Napoleonischen Kriege stammende Kanone gab dem Aussichtspunkt auf dieser Halbinsel seinen Namen – Kanoni.

Von hier aus blickt man auf die vorgelagerten Inselchen Vlacherna und Pontikonissi, der so genannten „Mäuseinsel“. Diese beiden Inseln sind das meist fotografierteste Motiv auf Korfu.

Die kleine Insel Vlacherna ist zu Fuß über eine kleine Art Damm zu erreichen. Auf der Insel befindet sich ein leer stehendes Kloster, das fast die gesamte Fläche der Insel einnimmt.

Vom Damm aus starten Boote und setzen Besucher zur Nachbarinsel Pontikonissi über, auf der Kaiserin Sissi sich so gern aufhielt. Hier steht eine kleine Kirche aus dem 12. Jh. Beide – die Kirche und das Kloster auf Vlacherna – sind tagsüber frei zugänglich.

Flughafen Kapodistrias

Menschen, die Flugzeugen gerne beim Starten und Landen zu sehen, kommen bei Kanoni ebenfalls voll auf ihre Kosten. Neben den Inseln Vlacherna und Pontikonissi erstreckt sich eine Lagune, in die die Start- und Landebahn des Flughafens von Korfu direkt hineingebaut wurde. Der Anflug der Maschinen erfolgt entweder vom Meer aus oder über die Stadt.